Scherenhebebühne – unentbehrlicher Helfer in der Kfz-Werkstatt

Scherenhebebühne – unentbehrlicher Helfer in der Kfz-WerkstattHaben Sie auch manchmal das Gefühl, dass man doch viel mehr Dinge am Auto eigenständig reparieren könnte, als man es sich bisher zutraut? Richtig, mitunter benötigt man Spezialwerkzeug für diese Vorhaben. Und ebenso benötigt man entweder gute, möglichst hohe Auffahrrampen oder aber eine Scherenhebebühne. Mit dieser kann man das Fahrzeug in eine adäquate Höhe befördern und braucht keine Angst haben, dass man darunter steckenbleibt oder es einem auf die Brust fällt. Der sichere Stand des Fahrzeuges ist zwingend notwendig. Nur so ist es möglich, in aller Ruhe und konzentriert unter dem Wagen zu arbeiten. Zudem ist es natürlich eine gute Werkzeugausstattung notwendig, obwohl auch viele regulären Werkzeuge eingesetzt werden können. Dies ist selbstverständlich von den entsprechenden Aufgaben abhängig, die zu erledigen sind. 

Für welche Aufgaben ist die Scherenhebebühne unentbehrlich? 

Zunächst einmal sind an diesem Punkt alle Aufgaben zu nennen, die mit den Reifen und den Achsen sowie derem Aufhängeapparat zu tun haben. Zu diesem Zweck dürfen die Reifen den Boden nicht berühren. Je mehr Platz zwischen Reifen und Boden zu verzeichnen ist, desto einfach gestaltet sich die Arbeit. Dies gilt natürlich auch für alle anderen Arbeiten, die man ansonsten auf dem Rollbrett liegend durchführen müsste: Verschiedene Handgriffe des Ölwechsels, Arbeiten am Auspuff, den Stoßdämpfern sowie der Radaufhängung und nicht zu vergessen beim Auftragen des Unterbodenschutzes. Natürlich können all diese Aufgaben auch dem Profi überlassen werden. Allerdings sollte man sich vorher gut überlegen, ob man die Reparaturen aus der Hand geben möchte. Zum einen ist vieles nicht so schwer, wie es ausschaut. Zum anderen werden Arbeitslöhne, die ja bekanntlich auf Stundenbasis abgerechnet werden, auch nicht günstiger. Manchmal ist man tatsächlich auf der besseren Seite, wenn man noch ein Plätzchen in seiner geräumigen Garage für die Scherenhebebühne oder die Auffahrrampen mit Hebeeffekt einräumen kann.

Worauf ist beim Kauf einer Hebebühne oder einer Auffahrrampe zu achten?

Bevor es zu einem Kauf kommen kann, sollte überprüft werden, ob die örtlichen Gegebenheiten überhaupt ausreichend für den sicheren Aufbau einer mobilen Hebebühne sind. So muss in alle Richtungen, ja auch nach oben, ausreichend Platz vorhanden sein, damit man sich bei der Arbeit gut bewegen kann und auch schwere Ersatzteile gut an Ort und Stelle verbracht werden können. Es ist zu beachten, dass der Boden ebenmäßig sein muss, am besten mit Beton oder Fliesen ausgelegt. So ist er am einfachsten zu reinigen. Trocken und windgeschützt ist eine absolute Notwendigkeit. 

Die nächste Frage, die sich aufdrängt, ist die nach den Fähigkeiten der Hebebühne. Wie schwer sind die Fahrzeuge, die damit emporgehoben werden sollen? An diesem Punkt unterscheiden sich die verschiedenen Modelle bereits sehr stark. Bei Modellen, die auch schwere Transporter heben sollen, ist eventuell ein Starkstromanschluss von Nöten. Liegt dieser bereits oder müsste er zu diesem Zweck extra verlegt werden? Wichtig ist aber auch die Frage nach dem „Wie oft?“ sie zum Einsatz kommt. Der Hobbyschrauber, der nur ein-, zweimal im Jahr den Wagen auf der Bühne haben möchte, sollte sich gut überlegen, ob er einen recht hohen Preis für ein selten gebrauchtes Stück der Werkzeugausstattung wirklich ausgeben möchte. Vielleicht ist er doch erhöhbaren Auffahrrampen besser bedient ist. Es ist wichtig, dass stets der Kosten-Nutzen-Effekt im Auge behalten wird. 

Die weitere Ausstattung der Hobby-Autowerkstatt

Natürlich kann die gesamte Werkzeugausstattung neu gekauft werden. Allerdings sollte man die Augen offenhalten. Vielleicht besteht ja die Chance, dass einige Teile in einer Werkstattauflösung günstig zu erstehen. Was sollte neben einem zuverlässigen, großen Werkstattwagen noch alles auf der „Einkaufsliste“ stehen?

  • Ein großer Satz Schraubenschlüssel
  • Ein großer Satz Ringschlüssel
  • Ein Satz Kerzenschlüssel
  • Drehmomentschlüssel
  • Kombizange
  • Seitenschneider
  • Fühlerlehre
  • Messschieber
  • Maßband
  • Drahtbürste
  • Montagehebel
  • Prüflampe
  • Eisensäge

Sollte an dieser Stelle tatsächlich noch Werkzeug fehlen, so ist dies kein Problem und kann jederzeit nachgekauft werden. Der Fachhandel hat diese Werkzeuge schließlich stets auf Lager. 

Was allerdings noch fehlt, ist eine Werkbank! Diese wird dafür sorgen, dass auch die Werkzeuge, die gerade in Gebrauch sind, mehr oder weniger geordnet auf der Werkbank liegen und später, nach getaner Arbeit, schnell verräumt werden können. Auch können auf der Werkbank noch weitere Standgeräte untergebracht werden, die häufiger, auch für andere Arbeiten, in Gebrauch genommen werden: Der Bohrständer, die Oberfräse, der Amboss. Sie werden sehen, hat man erst einmal begonnen, sich eine Werkstatt einzurichten, geht es irgendwie wie von selbst. Ein Teil reiht sich zum anderen und eh man sich’s versieht, hat man eine vollständig ausgestattete Werkstatt mit Schwerpunkt Autoreparaturen. Ist doch super. 

Die liebe Ordnung

Gerade Hobbywerkstätten haben es so an sich, dass sie nicht immer optimal aufgeräumt werden. Warum dem so ist, kann wohl niemand wirklich erklären. Es scheint ein ungeschriebenes Gesetz zu sein, die Dinge nicht an ihren angestammten Platz zurückzulegen. Aus Erfahrung lassen Sie sich aber sagen, dass es von Vorteil ist, wenn jedes Werkzeug nach Arbeitsende an seinen Platz zurückgelegt wird, auch wenn am nächsten Morgen genau dieses wieder zuerst benötigt wird. Nicht immer ist der Werkstattwagen ausreichend für diesen Zweck. Manchmal ist es auch sinnvoll einige alte Küchenschränke oder Vitrinen in die Werkstatt einzugliedern. Sie bieten Platz für die großen und kleinen Dinge, die sich in einer Werkstatt nun einmal ansammeln. Auch die ganzen Schrauben- und Muttern-Schalen können hier bestens sortiert aufgehoben werden, bis man sie irgendwann wieder braucht. Sicher – auf diese Weise kommt so einiges an Material zusammen. Da sie ja aber in einem trockenen Schrank aufgehoben werden, können sie dort ja einige Zeit warten, bis ihr Stündlein geschlagen hat. 

Der Werdegang einer Werkstatt kann schon merkwürdig sein. Was mit der Anschaffung einer Scherenhebebühne begonnen hat, hat sich über einen Werkstattwagen bis hin zu einer vollständigen Werkstattausrüstung, bestens verstaut in einigen witterungsbeständigen Schränken ausgeweitet. Und ist man wieder einmal tief versunken ins Schrauben, wird man sich fragen, wie man früher eigentlich ohne eine gut ausgestattete Werkstatt auskommen konnte… Und die Antwort darauf werden wir wohl niemals erfahren. Denn sie ging im Werkeln verloren.